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 ARM und TSMC planen 20-nm-Chips
 Kategorie: Technologie

Die CPU-Schmiede ARM und der Auftragsfertiger TSMC wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren und planen weit voraus: Zusammen wollen sie die Prozessoren der Cortex-Familie für den 28-nm-Prozess von TSMC optimieren und gemeinsam in Richtung 20 Nanometer gehen. Das Abkommen umfasst nicht nur die schnellen Applikationsprozessoren für Smartphones und Tablets (Cortex-A) sondern auch die kleineren Controller (Cortex-M) und die System-on-Chip-Schnittstelle CoreLink für das ARM-Protokoll AMBA. Auch von – nicht näher bezeichneten – Speicherprodukten und Standard-Bibliotheken ist die Rede. Sprecher von ARM und TSMC wiederholten im Interview mit heise online mehrfach, dass es darum ginge, dem Kunden besser angepasste "Physical IP" anbieten zu können.

Das Geschäftsmodell von ARM besteht darin, das Design von Prozessoren als Intellectual Property (IP) an Kunden zu lizenzieren. Neben recht abstrakten CPU-Blaupausen, die der Kunde selbst für einen bestimmten Fertigungsprozess synthetisieren und dabei aber für Taktfrequenz, niedrige Leistungsaufnahme oder geringe Chipfläche optimieren kann, offeriert ARM auch sogenannte Hard Macros unter anderem für den Cortex-A9 auf dem 40-nm-Prozess 40G von TSMC. Bei diesen stehen Fertigungstechnik und Optimierungen bereits fest. Eine auf solche Optimierungen spezialisierte Firma hatte sich zuletzt auch Apple einverleibt.

Diese Kooperation zeigt, dass auch die Firma ARM – die selbst keine eigenen Fertigungsanlagen besitzt –, nicht umhin kommt, die eigenen Produkte immer penibler für die neuesten Fertigungstechniken zu optimieren.

ARM und Intel kämpfen derzeit um Marktanteile bei Smartphones, Mobile Internet Devices und Netbooks. Dabei hat ARM Vorsprung in der Disziplin Stromsparen, Intel indes bei der Performance. Allerdings waren die Entwicklungszyklen von Intel – laut eigenen Aussagen dank der hauseigenen Fertigung – bisher deutlich kürzer als die von ARM.

Quelle: heise.de

Bernd Schuldes
Donnerstag, 22. Juli 2010